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Was ist Osteopathie?

 

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche, manuelle Behandlungsmethode, die bei Funktionsstörungen des gesamten Körpers zur Anwendung kommt.

Die osteopathische Behandlung ist weder Massage, noch Chiropraktik oder Physiotherapie, sondern eine systemische Form der manuellen Medizin. In der Osteopathie wird der Mensch ganzheitlich betrachtet und die Interaktivität der verschiedenen körpereigenen Systeme berücksichtigt.

Die Osteopathie beruht auf dem Grundgedanken «Leben ist Bewegung». Ist die Funktion einer Struktur gestört, so ist auch deren Bewegung eingeschränkt. Der Osteopath erkennt und behandelt die Funktionsstörung und stellt die Beweglichkeit wieder her. Die behandelten Strukturen  werden dadurch wieder besser durchblutet, aber auch effizienter entstaut, Nerven können die Informationen besser übermitteln und die Selbstheilungskräfte wirken ungestört.

 
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Die osteopathische Behandlung

 

Nach einer ausführlichen Anamnese erfolgen die Diagnose und die Behandlung ausschliesslich mit den Händen. Der Osteopath kann bei der Untersuchung durch seine geschulten Hände das menschliche Gewebe Schicht für Schicht ertasten und die aufgespürten Dysfunktionen mit den speziell für die Osteopathie entwickelten Techniken behandeln.

Die osteopathische Behandlung wird von den Krankenkassen anerkannt und über die Zusatzversicherung abgerechnet. (EMR- und ASCA-Anerkennung)

 
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Wann hilft Osteopathie?

 

Osteopathie hilft bei Störungen des Bewegungsapparates, das heisst bei Rückenbeschwerden, nach Sportverletzungen, Schleudertraumen etc.

Ebenfalls kann Linderung bei Kopfschmerzen, Migräne und funktionellen Atembeschwerden oder Verdauungspoblemen erreicht werden.

Die Osteopathie hilft nicht bei akuten Entzündungen oder Stoffwechselerkrankungen.

 

Beschreibung osteopathische Behandlung 

 

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Heilmethode, die auf den amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917) zurückgeht.

Sein Grundsatz «Leben ist Bewegung» wird nach wie vor in der Diagnostik und Behandlung angewandt und ist oberstes Kriterium für die optimale Funktion des Organismus.

Diese Aussage bezieht sich nicht nur  auf das muskulo-skelettale System, sondern auch auf den Schädel, die inneren Organe, Nerven und Blutgefässe bis hinunter zur einzelnen Zelleinheit.

Die vier Grundprinzipien der Osteopathie sind:

1. Leben ist Bewegung

Alles Leben drückt sich in Bewegung aus. Wird diese eingeschränkt, entstehen zunächst Störungen der Funktion, die sich mit der Zeit aber zu strukturellen Veränderungen, also ernsthafteren Erkrankungen entwickeln können. Die Beweglichkeit aller Strukturen des Körpers ist die Voraussetzung für Gesundheit.

2. Struktur und Funktion

Unser Körper besteht aus unzähligen Strukturen wie Knochen, Muskeln, Nerven, Organen und mehr. Es ist die Funktion, die eine Struktur zu dem macht, was sie ist. Aendert sich die Funktion, so ändert sich auch die Struktur, was der Körper mit diversen Symptomen wie beispielsweise Schmerzen signalisiert.

Z.B.: Muskelgewebe muss kontraktil und elastisch sein, im Gegensatz zur Sehne, die sehr fest und wenig dehnbar sein muss, um die Aufgabe im Körper adäquat zu meistern.

3. Untrennbare Einheit

Den Zusammenhang der verschiedenen Strukturen stellen die Faszien her, dünne Bindegewebshüllen, die jede Struktur umgeben und gemeinsam die Körperfaszie bilden. Dies erklärt auch, warum eine Dysfunktion an einer Stelle des Körpers zu Beschwerden in einer ganz anderen Körperregion führen kann.

Der Osteopath behandelt darum nie einzelne Beschwerden oder Krankheiten, sondern immer den Menschen in seiner Gesamtheit.

4. Selbstheilungskräfte

Gesundheit ist ein Gleichgewicht, das der Körper gegenüber inneren und äusseren Einflüssen aufrechterhält. Geht dieses Gleichgewicht verloren, erkranken wir. Es entstehen Beschwerden, weil eine Struktur in ihrer Funktion behindert wird. Unser Körper versucht dann, wieder ein neues Gleichgewicht herzustellen. In der Osteopathie geht es darum, diese Bewegungseinschränkungen zu lösen und die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen, um dem Körper zu helfen, sich selbst zu regulieren. 

Die Osteopathie wird in drei Bereiche unterteilt:

Das parietale System

Dazu gehört der gesamte Bewegungsapparat, das heisst Wirbelsäule, Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder und die Faszien. 

Das viszerale System

Dazu gehören die inneren Organe und deren Verbindungen zum vegetativen Nervensystem, ihre Blutversorgung und ihre faszialen Aufhängungen am Bewegungsapparat. Das Blutgefäss- und das Lymphsystem sind  ebenfalls Teil des viszeralen Bereichs. 

Das craniosakrale System

Dazu gehören die einzelnen Schädelknochen inklusive Kiefergelenk, das Kreuzbein,  die Rückenmarkshäute, die Zirkulation der Rückenmarksflüssigkeit (Liquor), das zentrale Nerven- und das Hormonsystem. Die spezifischen Techniken aus jedem der drei Bereiche werden meist kombiniert in einer Behandlung angewandt. Z. B. Ein Bewegungsverlust in der Lendenwirbelsäule kann zu einer verminderten Bewegung der inneren Organe führen ( Darmtätigkeit gestört)  und umgekehrt. Bei der Behandlung werden  viszerale und parietale Techniken zur Anwendung kommen, um ein nachhaltiges Resultat zu erzielen.